Mediathek

Burgwedel, 24. August 2017. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat auf seiner diesjährigen Gesundheitsinformationsreise die MSD Produktionsanlage in Burgwedel besucht, um sich vor Ort über die Herstellung eines der weltweit ersten Ebola-Impfstoffe zu informieren.

Um die Voraussetzungen für die Produktion des ersten Ebola-Impfstoffs in Deutschland zu schaffen, hat MSD am Standort Burgwedel umfangreiche Modernisierungen und Erweiterungen in Angriff genommen. Das Unternehmen investiert innerhalb von zwei Jahren rund 60 Millionen Euro – u. a. in einen neuen, separaten Produktionsbereich – und schafft damit rund 50 neue attraktive Arbeitsplätze. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte bei seinem Besuch: „Die Staatengemeinschaft muss besser auf internationale Gesundheitsgefahren vorbereitet sein, das hat der Ebola-Ausbruch in Westafrika in dramatischer Weise verdeutlicht. Deshalb war es wichtig und richtig, dass wir die globale Gesundheit auf die internationale Tagesordnung gesetzt haben. ‎Denn das Wohl aller Menschen – ob in Industrie-, Schwellen- oder Entwicklungsländern – hängt gleichermaßen davon ab, ob wir es schaffen globalen Gesundheitsgefahren kraftvoll entgegenzutreten. Dass einer der weltweit ersten Ebola-Impfstoffe künftig in Burgwedel hergestellt wird, ist ein bedeutender Schritt im Kampf gegen gefährliche Krankheitsausbrüche und ein starkes Signal für den Innovationsstandort Deutschland.‎“

„Impfstoffe haben auf spektakuläre Weise die Medizin verändert“, sagt Dr. Susanne Fiedler, Managing Director von MSD Deutschland. „Sie zählen zu den Eckpfeilern der modernen Medizin und gelten zugleich als eine kostengünstige Präventionsmaßnahme. Besonders stolz sind wir natürlich darauf, als eines der ersten Unternehmen einen Impfstoff gegen die tödliche Viruserkrankung Ebola weiterentwickelt zu haben.“

Der MSD Impfstoffkandidat hat bereits in mehreren klinischen Studien bis zu 100 Prozent Wirksamkeit gezeigt, d.h. Studienteilnehmer zeigten nach Impfung in dem für die Ebola-Infektion bekannten zehntägigen Inkubationszeitraum keinerlei Symptome, was durch einen negativen Ebola-Labornachweis bestätigt wurde. Erleichtert wurde die schnelle Entwicklung des Impfstoffes unter anderem durch ein Abkommen mit der globalen Impfstoff-Allianz GAVI: Im Rahmen dieses Abkommens stellte GAVI der Firma MSD fünf Millionen US-Dollar für die weitere Entwicklung zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichtete sich MSD zu Beginn des Jahres 2016, den Impfstoff bis Ende 2017 zur Zulassung einzureichen und 300.000 Dosen des Impfstoffs für weitere klinische Studien und Notsituationen vorzuhalten. Bereits im Januar 2015 hat MSD auf der GAVI-Wiederauffüllungskonferenz verkündet, den Impfstoff in den ärmsten Ländern der Welt zum niedrigst möglichen Preis zugänglich zu machen.

Dr. Christine Neudert, Geschäftsführerin des MSD Produktionsstandortes Burgwedel, betonte die Sicherheit für die Anwohner: Eine Ansteckungsgefahr bestehe am Standort nicht, da in der Impfstoffproduktion keine vollständigen Ebolaviren verwendet werden. Im Impfstoff befindet sich lediglich ein Oberflächen-Eiweiß und damit nur ein Teilstück des Virus. Gegen dieses Eiweiß soll das Immunsystem der Geimpften Antikörper bilden, Ebolafieber kann durch dieses Teilstück nicht hervorgerufen werden. Das Eiweiß wurde biotechnologisch in ein anderes abgeschwächtes Virus als Träger eingebaut, welches für gesunde Menschen keine Gesundheitsgefährdung darstellt.


Hoher Besuch in der MSD Produktionsanlage in Burgwedel: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat sich auf seiner diesjährigen Gesundheitsinformationsreise vor Ort über die Herstellung eines der weltweit ersten Ebola-Impfstoffe informiert. V.l.n.r.: Dr. Klaus Schlüter, Leiter Geschäftsbereich Impfstoffe, MSD Deutschland; Dr. Susanne Fiedler, Geschäftsführerin MSD Deutschland; Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe; Dr. Christine Neudert, Geschäftsführerin Burgwedel, MSD Animal Health; Dr. Tobias Schlapp, Vice President Operations, MSD Animal Health; Prof. Dr. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.


Rundgang durch die Produktionsanlage am MSD Standort in Burgwedel. Hier findet künftig die Abfüllung des Ebola-Impfstoffs statt. V.l.n.r.: Dr. Nkacheh Atenchong, Compliance Officer Quality Assurance, MSD Animal Health; Dr. Klaus Schlüter, Leiter Geschäftsbereich Impfstoffe, MSD Deutschland; Dr. Susanne Fiedler, Geschäftsführerin MSD Deutschland; Prof. Dr. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts; Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe; Dr. Christine Neudert, Geschäftsführerin Burgwedel, MSD Animal Health; Dr. Tobias Schlapp, Vice President Operations, MSD Animal Health; Dr. Clemens Kuhne, Leiter Politik & Hauptstadtrepräsentanz, MSD Deutschland.

Presseinformationen von MSD sind im Internet unter www.msd-presse.de abrufbar. Mit dem Benutzernamen „msd“ und dem Passwort „aktuell“ haben Sie auch Zugang zu unseren Fachpresseinhalten.

Über MSD:

MSD – in den USA und Kanada Merck & Co., Inc., mit Sitz in Kenilworth, NJ, USA – ist ein führendes globales Gesundheitsunternehmen, das seit mehr als 125 Jahren neue Lösungen für Gesundheitsprobleme weltweit erforscht und weiterentwickelt. Das Unternehmen ist mit rund 68.000 Mitarbeitern in mehr als 140 Ländern vertreten. Im Jahr 2016 hat MSD einen Umsatz von rund 39,8 Milliarden US-Dollar erzielt und ist gemessen am Umsatz der fünftgrößte Arzneimittelhersteller weltweit (Forbes Global 2000 List 2017). In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in Haar bei München.

Im Kerngeschäft erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt MSD verschreibungspflichtige Arzneimittel, Impfstoffe und Biologika sowie Präparate für die Tiergesundheit. Um auch weiterhin mit innovativen Gesundheitslösungen erfolgreich zu sein, investiert MSD jeden vierten US-Dollar in Forschung und Entwicklung (mehr als 10,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016). Im Fokus stehen hier sowohl Prävention als auch Behandlung von Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen, Alzheimer und Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola. Darüber hinaus bietet MSD mit vielfältigen Corporate Responsibility-Programmen Lösungen für Gesundheitsprobleme in aller Welt.

Tel: 0800 673 673 673; Fax: 0800 673 673 329; E-Mail: infocenter@msd.de; Internet: www.msd.de; Twitter: @MSD_Deutschland 

IHR ANSPRECHPARTNER

WEITERE MEDIATHEKINHALTE

WEITERE PRESSEMELDUNGEN