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18. April 2017, London, GB, und Lome, Togo – GSK, MSD und das MECTIZAN Donation Program (MDP) gratulieren Präsident Faure Gnassingbé, der Regierung und der Bevölkerung von Togo zur Ausrottung der Elephantiasis. Togo ist das erste Land Afrikas, in dem die Ausrottung der Lymphatischen Filariose (LF), die ein Problem für das öffentliche Gesundheitswesen darstellte, von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt wurde.
Bei Lymphatischer Filariose, allgemein auch als Elephantiasis bekannt, handelt es sich um eine mit Behinderungen einhergehende Krankheit, die von einem Parasiten verursacht und durch Moskitostiche auf den Menschen übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tritt die LF in 73 Ländern auf, in denen Schätzungen zufolge 120 Millionen Menschen infiziert sind. Langfristig kann eine chronische Infektion das Lymphsystem der Betroffenen schädigen. Arme und Beine, Brüste und Genitalien können zudem stark und irreversibel anschwellen, was zu extremen Beschwerden und sozialer Stigmatisierung führt.

In den afrikanischen Ländern, in denen sowohl die Elephantiasis als auch eine weitere, als Flussblindheit (Onchozerkose) bezeichnete Erkrankung koendemisch sind, empfiehlt die WHO, Infizierte mindestens sechs Jahre lang einmal jährlich durch Verabreichung der beiden Medikamente Albendazol und Ivermectin zu behandeln. Ziel ist es, bei infizierten Personen die Parasitenzahl zu senken und den Übertragungskreislauf zu durchbrechen, bis die Krankheit kein öffentliches Gesundheitsproblem mehr darstellt.

Bei der 50. Weltgesundheitsversammlung (WHA) im Jahr 1997 in Genf hat die WHO eine Resolution zur Ausrottung der Elephantiasis verabschiedet. Im Jahr 1998 kündigte GSK an, Albendazol zur Eliminierung der LF zu spenden, und MSD erweiterte die Abgabe von MECTIZAN (Ivermectin) durch das MDP auf die Länder, in denen sowohl die Elephantiasis als auch die Flussblindheit koendemisch auftreten. Seit 1987 hat MSD mehr als 2,5 Milliarden Dosen MECTIZAN für die Eindämmung und Ausrottung der Flussblindheit und Elephantiasis gespendet. GSK hat seit 1999 weltweit über 7 Milliarden Dosen Albendazol für den Kampf gegen die LF gespendet.

Mit der Ausrottung der Elephantiasis gesellt sich Togo zu einer Gruppe von sieben anderen Ländern (Kambodscha, Cookinseln, Malediven, Marshallinseln, Niue, Sri Lanka und Vanuatu), in denen die Elephantiasis laut Beurteilung der Weltgesundheitsorganisation eliminiert ist. Dreizehn weitere Länder haben groß angelegte Behandlungsprogramme durchgeführt und werden nun dahingehend beobachtet, ob die Ausrottung nachweislich erreicht wurde. Diese beachtlichen Fortschritte wurden von einer Partnerschaft des öffentlichen und privaten Sektors unterstützt, der Global Alliance for the Elimination of Lymphatic Filariasis (GAELF), in der Universitäten, Forschungseinrichtungen, Länder in den Endemie-Gebieten, Nichtregierungs-Entwicklungsorganisationen, Geldgeber und der private Sektor gemeinsam gegen die Elephantiasis kämpfen.

„Wir möchten diesen wichtigen Erfolg zusammen mit der Bevölkerung von Togo feiern. Die Lymphatische Filariose ist eine Krankheit, welche die Menschen stark beeinträchtigt, die aber vermeidbar ist. Sie belastet nicht nur die Patienten und ihre Familien, sondern auch die Gemeinden und die Gesundheitssysteme“ sagte Dr. Julie L. Gerberding, Chief Patient Officer von MSD. „Im Rahmen unserer fast zwei Jahrzehnte währenden Arbeit mit unseren Partnern sind wir bestrebt, die Elephantiasis in Afrika und im Jemen auszurotten, um so das Leben von fast zehn Millionen Menschen zu verbessern.“

Phil Thomson, President Global Affairs von GSK, meinte: „Es ist eine fantastische Leistung von Togo, dass die LF ausgerottet werden konnte. Sie zeugt vom Engagement der togolesischen Regierung und vom Einsatz der Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die in vorderster Reihe die Menschen behandeln. Wir sehen uns verpflichtet, unseren Beitrag zu leisten und so lange Albendazol zu spenden, bis wir diesen Erfolg in allen endemischen Ländern wiederholen und die Menschen von dieser Bürde befreien konnten.“

Der Direktor des Mectizan-Spendenprogramms MDP, Dr. Yao Sodahlon, ist gebürtiger Togolese und Experte für Tropenkrankheiten. Er hat im Laufe der Jahre eng mit dem Gesundheitsministerium von Togo und anderen Partnern zusammengearbeitet, um den Erfolg des Programms in Togo zu gewährleisten. „Ich bin sehr stolz darauf, dass die Elephantiasis in meinem Land ausgerottet werden konnte. Meinen Kollegen im Gesundheitsministerium gebührt Anerkennung dafür, sich unermüdlich dafür eingesetzt zu haben, dass seit dem Beginn des landesweiten Eradikationsprogramms im Jahr 2000 Millionen von Menschen in Risikogebieten regelmäßig jährlich ihre Medikamente ohne Unterbrechung erhalten haben. Ich hoffe, dass andere afrikanische Länder dem Beispiel Togos folgen und bald dieses Ziel erreichen werden“, sagte er.

Informationen zu GSK

GSK ist eines der weltweit führenden forschenden Gesundheitsunternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. In Deutschland gehört GSK zu den wichtigsten Anbietern medizinischer Produkte und engagiert sich darüber hinaus in vielfältigen sozialen Projekten: So unterstützen wir „wellcome – für das Abenteuer Familie“ und den „Förderverein Bildung für kranke Kinder und Jugendliche München e.V.“. Zudem stellt GSK seine MitarbeiterInnen einen Tag im Jahr am so genannten „OrangeDay“ frei, um in sozialen Einrichtungen mitzuhelfen. Seit 2013 besteht eine einzigartige weltweite Partnerschaft mit der Nichtregierungsorganisation „Save the Children“, die das Ziel hat, einer Million Kindern in Entwicklungsländern das Leben zu retten.

Ansprechpartner: 

 Markus Hardenbicker
+49 89 36044 8329
markus.m.hardenbicker@gsk.com

Informationen zu MSD MSD ist ein internationales Gesundheitsunternehmen mit zwei Namen: In den USA und Kanada sind wir Merck & Co., Inc., mit Sitz in Kenilworth, NJ, USA. Im Rest der Welt kennt man uns als MSD. Gemessen am Umsatz ist MSD der fünftgrößte Arzneimittelhersteller weltweit (2015 Financial Times Global 500 List).
Seit mehr als 125 Jahren entwickeln die Mitarbeiter von MSD neue Lösungen für einige der wichtigsten Gesundheitsprobleme weltweit. Dabei setzen wir auf zwei Säulen: im Kerngeschäft erforschen, entwickeln, produzieren und vertreiben wir verschreibungspflichtige Arzneimittel, Impfstoffe, Biologika und Präparate für die Tiergesundheit. Darüber hinaus bieten wir mit vielfältigen Corporate Responsibility-Programmen Lösungen für Gesundheitsprobleme in aller Welt. So schafft MSD kontinuierlich einen wirtschaftlichen und einen gesellschaftlichen Mehrwert. In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in Haar bei München

Ansprechpartner: 

 Stephanie Ralle-Zentgraf
+49 89 4561 1540
stephanie.ralle-zentgraf@msd.de 

Informationen zum MECTIZAN-Spendenprogramm MDP
Das Spendenprogramm MECTIZAN Donation Program (MDP) wurde 1987 als medizinische, technische und administrative Aufsicht für die Spende von MECTIZAN durch MSD zur Behandlung der Onchozerkose eingerichtet. Im Jahr 1998 wurde dieses Mandat erweitert und beinhaltet jetzt auch die Aufsicht über die Spende von Albendazol durch GSK zur Ausrottung der lymphatischen Filariose in Regionen, in denen auch die Onchozerkose koendemisch ist.

Ansprechpartner: 

Joni Lawrence
+1 404 687 5610
jlawrence@taskforce.org  

 Yao Sodahlon
+1 404 371 1460
  ysodahlon@taskforce.org

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